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[M]ein Gedanke

Der andere Adventskalender von Christen im Dekanat Kirchen für alle!

  • 29.11.2020 - Georg Krämer [Mk 13, 33-37]

    Gebt Acht und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug die Vollmacht seinen Knechten, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!


    Seid wachsam, passt auf! Ehrlich gesagt kann ich Ermahnungen dieser Art im Moment kaum noch hören, ohne dass eine leise Aggression in mir aufsteigt. Ständig aufpassen, immer an den Mund-Nasen-Schutz denken, Hände waschen, Lüften - ich habe es satt.

    Aber ich will auch gesund bleiben, will mich und andere schützen, könnte es mir nie verzeihen, wenn ich durch Unachtsamkeit jemand anderen gefährden würde. Ich weiß ja nicht, wann das Virus zuschlägt, ob am Abend, in der Nacht oder erst am Morgen.

    In Bezug auf das Virus bin ich wachsam, weil ich damit rechne, dass etwas passieren kann.

    Vielleicht ist das auch etwas, was sich auf die biblische Aufforderung „Seid wachsam“ übertragen lässt. Ich formuliere das mal so: Die Aufforderung lautet: Rechne mit Gott, so wie Du mit dem Virus rechnest! Nimm Gott ernst! Rechne mit seiner Stärke, seiner Liebe, seiner Barmherzigkeit! Glaub ihm, wenn er sagt, dass er gegenwärtig ist. Er lässt uns nicht allein in dieser komplizierten Welt! Er zeigt uns Wege und öffnet Perspektiven.

    Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne eine achtsame Adventszeit.

  • 30.11.2020 - Ulrike Ferdinand [Mt 4, 18-22]

    Als Jesus am See von Galiläa entlang ging, sah er zwei Brüder, Simon, genanntn Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgen ihm. Als er weiter ging, sah er zwei andere Büder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.


    Sie suchen eine neue berufliche und private Herausforderung?

    … das will heutzutage gut überlegt sein, Bewerbungsverfahren, Eignungstests, Kompetenzcheck, Qualifikationen und Stellenprofil… all das ist zu bedenken und zu bestehen. Oder eine fundierte Risikoabwägung, wenn es um selbständiges Arbeiten geht.

    Die Berufung der ersten Jünger Jesu scheint da direkt naiv. Jesus kommt zum See, spricht die Männer, die dort als Fischer arbeiten an und schon lassen sie ihre Arbeit zurück und folgen ihm. Das mag vielleicht auch an seiner überzeugenden Ausstrahlung gelegen haben!?

    Es zeigt mir aber vor allem, dass es nur eine Grundqualifikation braucht, um Jünger*in Jesu zu werden: Mensch sein. Es braucht keine besonderen Leistungsnachweise.

    In der biblischen Erzählung ruft Jesus die Jünger aus dem Alltag heraus. Aus ihrem ureigenen Tun, ihrem ureigenen Sein. So wie sie sind und dastehen … jetzt. Auch wir sind gerufen – berufen ihm zu folgen. Jetzt – in und aus unserem Alltag heraus … so wie wir sind und dastehen, mit unserem ureigenen „Charisma“.

    Jede und jeder kann durch sein Menschsein Zeugnis geben von der Menschenfreundlichkeit Gottes: „Mache dich auf und werde licht, denn dein [sein] Licht kommt“ (Gotteslob - Nummer 219).

  • 01.12.2020 - (M)ein Gedanke Redaktion [Lk 10, 21-24]

    In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt, voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels un dder Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja Vater, so hat es dir gefallen. Mit ist von meinem Vater alles übergeben worden; niemand weiß, wer der Sohn ist, nur der Vater, und niemand weiß, wer der Vater ist, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein: Selig sind die, deren Augen sehen, was ihr seht. Ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.


    "Ich seh die alten Bilder, vetraut, von Wanderung und Wüste, von Quellen und von Licht, von Sehnsucht und von Liebe, seh' die Hoffnung, seh' den Tod - und wie sie sich verbinden mit Dir, Gott. Ich sehe die Gestalten, vertraut, die Mahnenenden, die Rufer, die Seher und die Braut, den Finger in der Wunde und das Ohr am stummen Mund - und wie sie sich verbinden mit Dir, Gott.

    Wenn Menschen leben (in) deinem Geist, dann bist du Gott! Wenn Menschen leben, (was) Leben (ver-)heißt, dann bist du Gott!

    Ich seh' die vielen Zweifel, vertraut, ich seh' Verlogenheit, ich sehe das Gehabe und ich seh' die Gier und Macht - und wie sie sich verbinden mit DIr, Gott.

    Warum hast du dich ausgeliefert an unsere Phantasie? Was bleibt und and'res, als am anderen lernen? Nur im Du find ich zu Dir!

    Dann hören wir ins Leben, vertraut, dann sehen wir der Zukunft ins lachende Gesicht, dann gehn wir unsere Wege ruhig, gemeinsam Hand in Hand dann werden wir verbunden sein mit dir, Gott.

    Wenn Menschen leben (in) deinem Geist, dann bist du Gott! Wenn Menschen leben, (was) Leben (ver-)heißt, dann bist du Gott!"

    Quelle: Jörg A. Gattwinkel: Wenn Menschen Leben; in: Alexander Diesnberg SAC und Jörg A. Gattwinkel SAC: Verleih uns Flügel - Lieder für halb zwölf. Vallendar 2008.

  • 02.12.2020 - Martina Hütter [Mt 15, 29-37]

    Jesus zog weiter und kam an den See von Galiläa. Er stieg auf einen Berg und setzte sich. Da kamen viele Menschen und brachten Lahme, Krüppel, Blinde, Stumme und viele andere Kranke zu ihm; sie legten sie vor ihn hin, und er heilte sie. Als die Menschen sahen, dass Stumme plötzlich redeten, Krüppel gesund wurden, Lahme gehen und Blinde sehen konnten, waren sie erstaunt und priesen den Gott Israels. Jesus rief seine Jünger zu sich und sagte: Ich habe Mitleid mit diesen Menschen; sie sind schon drei Tage bei mir und haben nichts mehr zu essen. Ich will sie nicht hungrig wegschicken, sonst brechen sie unterwegs zusammen. Da sagten die Jünger zu ihm: Wo sollen wir in dieser unbewohnten Gegend so viel Brot hernehmen, um so viele Menschen satt zu machen? Jesus sagte zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie antworteten: Sieben, und noch ein paar Fische. Da forderte er die Leute auf, sich auf den Boden zu setzen. Und er nahm die sieben Brote und die Fische, sprach das Dankgebet, brach die Brote und gab sie den Jüngern, und die Jünger verteilten sie an die Leute. Und alle aßen und wurden satt. Dann sammelte man die übrig gebliebenen Brotstücke ein, sieben Körbe voll.


    Advent: Warten.... Warten worauf? Auf was ? Auf wen? Da kam einer. Einer, der hatte Mitleid. Mitleid mit „diesen“ Menschen. Mit Stummen, mit Krüppeln, Lahmen und Blinden. Auch mit Hungrigen. Er hat was getan. Wunder hat er getan. Und heute? Trotz Übersättigung schreit die Welt vor Hunger – worauf? Wo ist der, der Mitleid hatte? Mitleid - auch mit dir und mir? Sieht er nicht meine Blindheit? Was mir im Alltag die Sprache verschlägt und mich verstummen lässt? Was mich lähmt und am Gehen hindert? Was verkrüppelt ist und mich runter drückt? Leidet er mit mir? Mit dir? Mit den vielen? Sieht er meinen Hunger nach Ganzheit, die tiefe Sehnsucht nach wirklichem Heil? Inmitten einer Welt, die kaputt und zerrissen ist. In der Geld, Macht und Erfolg wichtiger sind als Menschlichkeit und Mitleid. In der Krankheit, Einsamkeit, Leid und Tod, Hunger und Unterdrückung, Hass, Gewalt und Rassismus, Ungerechtigkeit und Ungleichheit täglich Menschen am Leben hindern, in der ein Virus die Politik, die Wirtschaft und das Leben lähmt.

    Aber was ist mit mir? Habe ich Mitleid, wo ich Leid sehe? Ja! Die Menschheit schreit in ihrem Hunger nach dem Brot des Lebens. Ja! Da war einer. Einer, der hatte Mitleid. Er hatte die göttliche Vollmacht, Wunder zu tun. Er hat es getan! Ich will glauben und hoffen Auf den, der kommt. Der alles heil macht. Auch dich und mich. Auf den, der Wunder tut. Ich warte. Bis dahin, Gott, hilf mir, zu sehen, wo Menschen mich brauchen. Ich kann sicher keine Wunder wirken, aber hilf mir, zu tun, was ich tun kann, um Leid zu lindern und Menschen dein Heil zu verkünden. Wunder gibt es immer wieder. Lass mich glauben und warten. Dich erwarten und dir entgegengehen.

  • 03.12.2020 - Christian Ferdinand [Mt 7, 21.24-27]

    Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut. Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut. Und jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, ist ein Tor, der sein Haus auf Sand baute. Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.


    Den Willen des Vaters im Himmel erfüllen bedeutet, das zu werden, was wir vor Gott bereits sind: geliebtes Kind, Tochter und Sohn … Mensch. Fundament - im Bild: ein Haus auf Fels gebaut - ist die unzerstörbare Zusage Gottes an uns Menschen. Das Haus als ein Ort, an dem es sich leben lässt … und sei dieses Haus auch ein Stall. Es ist uns an Hand gegeben: das Leben leben … auch mit seinen Widrigkeiten und Bedrohungen – im Bild der Erzählung: Sturm, Wolkenbruch und Wassermassen. Wir sind die Baumeisterinnen und Baumeister unseres Lebens. Edith Eger fragt: „Inwieweit liegt es an mir, was ich aus dem Leben mache, das mir gegeben wurde?“ Ich glaube, es liegt ganz und gar an mir – es ist mir und meiner Freiheit an Hand gegeben. Mit Blick auf die biblische Erzählung: Gründe ich dies Leben auf Sand oder Fels? Der Pallottiner Rüdiger Kiefer textet: „Fluch und Segen sind mir gegeben … wähle das Leben und werde zum Segen!“ In diesem Sinne … es ist Advent. Üben wir uns darin, das zu werden, was wir vor Gott bereits sind. Unendlich geliebt.

    Zitatquellen:

    Dr. Edith Eva Eger: In der Hölle tanzen. Wie ich Auschwitz überlebte und meine Freiheit fand. btb 22019.

    Rüdiger Kiefer in: Alexander Diensberg SAC und Jörg A. Gattwinkel SAC: Fluch und Segen – Lieder zwischen 5 und 8. Vallendar 2006.

  • 04.12.2020 - (M)ein Gedanke Redaktion [Mt 9, 27-31]

    Als Jesus weiterging, folgten ihm zwei Blinde und schrien: Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids! Nachdem er ins Haus gegangen war, kamen die Blinden zu ihm. Er sagte zu ihnen: Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann? Sie antworteten: Ja, Herr. Darauf berührte er ihre Augen und sagte: Wie ihr geglaubt habt, so soll es geschehen. Da wurden ihre Augen geöffnet. Jesus aber befahl ihnen: Nehmt euch in acht! Niemand darf es erfahren. Doch sie gingen weg und erzählten von ihm in der ganzen Gegend.


    Wer - um Himmelswillen - ist in dieser biblischen Erzählung noch zu retten?

    Gleich zwei Blinde folgen Jesus – sind diese nicht doppelt blind? Gleich zweimal müssen sie hinter ihm her ... ihm folgen bis ins Haus. Sogar das Schreien verhallt. Die Frage Jesus nach ihrem Glauben klingt dann eher rhetorisch. Die drei in der Szene gehen auf Tuchfühlung - eine zärtliche Berührung bestätigt das, was schon längst geschehen – Heilung.

    Wer ist dann – um Himmelswillen – in dieser biblischen Erzählung noch zu retten?

    Die Leserin und der Leser. Wir. Um wieviel leichter ist es uns, Jesus zu folgen – sind wir es doch, die eigentlich sehend sind. Es geht in der Erzählung nicht ums Augenlicht – sondern um Jesus als Licht der Welt. „Nehmt euch in acht!“ - das was hier vorgeht ist keine Frage des Verstandes, sondern Glaube.

    „Glaubt ihr, dass ich euch helfen kann?“

Liebe Mitchristen im Dekanat Kirchen,

die momentane Situation ist – schon wieder und noch immer – für viele nicht einfach. Viele Selbstverständlichkeiten sind eben dies zur Zeit nicht mehr.
Daher möchten wir hiermit einladen, an der Aktion „[M]EIN GEDANKE“ der Inselpost teilzunehmen und die Adventszeit in diesem Jahr dazu zu nutzen etwas, das manch einem vielleicht
selbstverständlich erscheint, neu zu entdecken: unseren Glauben.


Die 26 Tage der Adventszeit, vom 29. November bis zum 24. Dezember, möchten wir in diesem Jahr mit individuellen Glaubensbotschaften und Glaubenszeugnissen der Menschen aus dem Dekanat Kirchen füllen.


Dabei steht am Anfang dieser Botschaften der tagesaktuelle Text des Evangeliums. Jede und jeder hat die Möglichkeit, sich mit einem Textabschnitt der Bibel auf den Weg zu machen: Den Text auf sich wirken lassen. Schauen, welche Reaktionen er in einem hervor ruft. Welche Fragen er aufwirft.

In einem nächsten Schritt sollen ein Gedanke – mein ganz eigener - für alle anderen festgehalten werden. Der Gestaltungsmöglichkeit sind dabei keine Grenzen gesetzt. Jede und jeder kann in der
eigenen Interpretation des Bibeltextes die Form wählen, die ihm entspricht. Vom selbst geschriebenen Wort als Text, Impuls oder Gedicht bis zur künstlerischen Ausgestaltung in Bild und
Ton sind alle Möglichkeiten offen!

 

Die Inselpost wird in der Adventszeit, im Zugehen auf Weihnachten, somit zu einem lebendigen und Vielfältigen Tageskalender, gefüllt mit Glaubenszeugnissen von und für die Menschen im
Dekanat Kirchen werden.
Wenn Interesse an der Aktion besteht melden Sie sich bitte, mit dem gewünschten Datum in einer kurzen Mail an  niklas.hirtz(at)bistum-trier.de, an. Auch für Rückfragen können Sie sich gerne melden.

 

Machen wir diesen Advent zu einem besonderen und verleihen wir gemeinsam unserem Glauben neuen Ausdruck in den einfachen Worten und Ausdrucksweisen unseres gelebten Alltags!

 

Ihre Inselpost-Redaktion

  • Teilnahmebedingungen

    • Melden Sie sich mit einer kurzen Mail und dem gewünschten Termin an
    • Die Einsendungen werden am jeweiligen Tag digital mit dem Namen des Verfassers hier auf den Seiten veröffentlich werden.
    • Ihre Einsendung schicken Sie bitte bis spätestens drei Tage vor dem Veröffentlichungsdatum an niklas.hirtz(at)bistum-trier.de
    • Bei Texten liegt die Würze bekanntlich in der Kürze: bei Texteinsendungen wäre die maximale Länge von einer etwa einer Drittel A4 Seite gut.
    • Mit der Teilnahme stimmen Sie zu, dass das von Ihnen eingeschickte Dokument auf den Seiten der Inselpost öffentlich hochgeladen wird und versichern, dass das Eingesandte von Ihnen selbst geschaffen wurde und somit Ihr geistiges Eigentum ist.
  • Liste der Tagesevangelien

    Im unten stehenden Dokument sind alle Tagesevangelien für den Advent 2020 zu finden.

    Die Liste wird regelmäßig aktualisiert werden, sodass jederzeit einsehbar ist, welche Termine noch frei sind.

Weiteres: