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Leitwort

Liebe Leserinnen und Leser der Inselpost!

Das neue Jahr hat so ganz anders begonnen, als wir es - zumindest hinsichtlich der kirchlichen Entwicklung in unserem Bistum - erwartet (manch einer auch: befürchtet) haben. Bischof Stephan hat in seiner Silvesterpredigt dazu Stellung genommen und auch das Interview im Paulinus hilft, die derzeitige Situation zu verstehen (“Kirche als einladende Gemeinschaft” und “Auf die Herausforderungen der Zeit antworten”, siehe auf der Homepage des Bistums: www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/ )

Wichtig: Es wird nicht alles so bleiben wie es ist. Der Bischof hat sehr deutlich gemacht, dass einschneidende Veränderungen kommen werden - nicht weil er oder wir es so wollten, sondern weil die Menschen, denen wir uns zuwenden wollen, sich verändert haben - und wir uns natürlich mit ihnen. Außerdem fordert auch der Druck der Personalentwicklung zu deutlichen Veränderungen.

Bischof Stephan macht im Interview deutlich, dass die Synode - und infolgedessen die Umsetzung der Synode - ein Versuch ist, auf die Herausforderungen der Zeit zu antworten. Kirche solle wieder stärker missionarisch und diakonisch ausgerichtet sein. Die Auflösung der bisherigen Pfarrstruktur führt seines Erachtens nicht zu einer Anonymisierung der kirchlichen Lebenszusammenhänge und zu XXL-Pfarreien. Vielmehr wollen ja gerade die “Orte von Kirche” je eigene und von den Einzelnen und ihren Themen her gestaltete Zugänge zum Christsein ermöglichen und einer Anonymisierung wehren.

In der Silvesterpredigt hat der Bischof auch insbesondere die personelle Entwicklung unseres Bistums in den Blick genommen. Eingeleitet hat er seine Predigt mit einem Zitat des jungen Theologieprofessors Josef Ratzinger, dem späteren Papst Benedikt XVI. Seine damaligen Überlegungen zur Kirche im Jahr 2000 sind in vielen Bereichen eingetroffen. Also, das, was wir heute erleben, war damals schon vorhersehbar - die Entwicklung hat sich abgezeichnet - schon vor 50 Jahren.

Und wenn unser Bischof dann auf die Statistiken der Personalentwicklung eingeht, dann geht es ihm hierbei nicht nur um die Entwicklung der Priesterzahlen, sondern ebenso aller pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - aber ebenso auch um die Teilnahme am Sonntagsgottesdienst, die Kirchenaustrittszahlen und die sinkende Bereitschaft in den kirchlichen Gremien mitzuarbeiten.

Der Bischof hebt besonders hervor, dass es unserer Synode und der Umsetzung der Synode nicht einfach darum gehe, die Struktur anzupassen und den Mangel zu verwalten, sondern eine Struktur zu finden, die auf längere Sicht hin einer neuen Qualität kirchlichen Lebens dient. “Wir setzen dabei dort an, wo der Glaube lebendig ist, wo sich Menschen von Jesus, dem ‘Wort des Lebens’, inspirieren lassen und sich in seinem Geist für andere einsetzen.” - heißt es in der Predigt des Bischofs. Und hier spielen für ihn gerade die “Orte von Kirche” eine entscheidende Rolle. Er nennt sie “Schlüsselelemente” für das künftige Leben in der Pfarrei.

Ich glaube, dass wir uns alle der Mühe unterziehen sollten, besser zu verstehen, was denn mit “Orte von Kirche” gemeint ist. Die Sorge von vielen Gläubigen vor XXL-Pfarreien ist berechtigt, allerdings trifft sie nicht das, was wir im Bistum Trier einführen wollen. Es geht ja gerade um lebendige Zellen von gelebtem Christsein: Wo versammeln sich Menschen um das Wort Gottes, um Jesus Christus - sei es im Gebet, im Gottesdienst, in der Beratung und Entscheidungsfindung, im Handeln? Welche lebendigen Zellen gelebten Glaubens gibt es längst schon und welche müssen wir noch finden, damit auch Menschen, die noch keinen Zugang zu unseren bisherigen Formen hatten, sich eingeladen fühlen? Der Bischof sagt ausdrücklich, dass es darum gehe, Bewährtes zu erhalten und zugleich Neues möglich zu machen. Hierüber lohnt es sich ins Gespräch zu kommen und die derzeitige Phase des Wartens zu nutzen.

In diesem Sinn verstehen wir auch das Angebot (siehe Einladungen), das Herr Düber, Herr Frank und ich im Dekanat Kirchen nach Rücksprache mit der Dekanatskonferenz (Konferenz aller hauptamtlichen pastoralen Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen) machen.

Herzliche Einladung an Sie dieses Angebot wahrzunehmen! Wir möchten gerne mit Ihnen in einen Austausch treten - auch um zu verstehen, was Schwierigkeiten und Probleme bereitet, aber auch welche Chancen sich bieten.

Augustinus Jünemann
Pfarrer und Mitarbeiter an der Stabsstelle zur “Umsetzung der Synodenergebnisse”

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Liebe Schwestern und Brüder im Dekanat Kirchen, 

Advent bedeutet ankommen.

Wer ankommen möchte, der hat sich von irgendwoher auf den Weg gemacht.
Dort, wo er aufgebrochen ist, hat er Dinge zurückgelassen – vielleicht für immer, vielleicht aber auch nur für den Moment: Dinge, die einem wichtig waren, Dinge, die einem ans Herz gewachsen sind, Dinge, von denen man sich eigentlich schon immer verabschieden wollte.

Advent bedeutet an-kommen. Wer irgendwo ankommt, der will will-kommen sein. Der hat Erwartungen an den neuen Ort. Der hat Respekt vor dem, was ihn in der vermeintlichen Fremde erwartet.

Advent bedeutet ankommen.

Advent bedeutet für uns Christen, in allen Wirren, die uns umgeben, die Hoffnung immer vor Augen zu haben, dass das Neue gut werden wird.

Es grüßt sie das Redaktionsteam

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Liebe Schwestern und Brüder im Dekanat Kirchen,

es ist nun nicht mehr lange hin bis zum 1. Januar 2020, zu dem auf dem Territorium unseres jetzigen Dekanates Kirchen die Pfarrei der Zukunft „Betzdorf“ gegründet werden soll. Egal wie man dazu stehen mag, sicher beginnt in gewisser Hinsicht etwas Neues. In vielen Gesprächen mit den unterschiedlichsten Menschen wird deutlich, dass es eine nicht zu leugnende Unsicherheit gibt, häufig auch Skepsis. Das ist zwar absolut nachvollziehbar, und doch bewegt es mich zu einigen Gedanken:

Ich glaube nicht,…

… dass alles anders wird.

… dass wir unsere religiöse und kirchliche Heimat verlieren.

… dass sich viele oder gar alle Ehrenamtlichen zurückziehen werden.

… dass keine/r mehr weiß, wann und wo sie/er einen Gottesdienst besuchen kann.

… dass niemand mehr weiß, an wen er/sie sich wenden kann.

Und ich glaube vor allem nicht, dass „einfach alles den Bach runter geht“.

 

Ich glaube,...

... dass sich in der Kirche immer schon manches geändert hat, weil die Zeit und Welt nie so bleibt, wie sie gerade ist.

... dass wir uns gemeinsam (Laien und Amtsträger, Haupt- und Ehrenamtliche, egal welchen Alters) anstrengen müssen, unsere religiöse und kirchliche Heimat neu zu entdecken und mit Leben zu füllen.

... dass es auch weiterhin Menschen geben wird, die sich für und in ihrer Kirche engagieren, weil es vor allem um das Reich Gottes geht.

... dass es auch in Zukunft Zeiten und Orte geben wird, wo Eucharistie und/oder andere Formen von Gottesdiensten gefeiert werden, weil dies zum unaufgebbaren innersten Kern unseres Glaubens gehört.

... dass es auch in Zukunft ansprechbare Seelsorger/innen geben wird, die sich nach Kräften kümmern werden.

Und ich glaube vor allem daran, dass bei allen möglichen Veränderungen die Kirche als Ganzes und bei uns vor Ort nicht untergehen wird, weil es vor allem SEINE Kirche ist!

Wir sind manchmal zu sehr mit unseren Ängsten und Befürchtungen und gelegentlich mit nutzlosen Scharmützeln beschäftigt, oder klinken uns aus, weil alles so unübersichtlich scheint.

Vielleicht sind wir als einzelne und als Gemeinschaft aber gerade in der Situation des Blinden Bartimäus vor Jericho im Evangelium (Mk 10, 46-52), der um Hilfe ruft und als Antwort hört: „Hab nur Mut, steh auf, ER ruft dich!“ Dieser tut es... und folgt IHM.

Es grüßt sie das Redaktionsteam

Hab nur Mut, steh auf, ER ruft dich!
Mk 10,49b

 

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Liebe Schwestern und Brüder im Dekanat Kirchen,

unsere Kirche ist am Ende, sie geht sprichwörtlich über den Jordan!

Eine saloppe Behauptung, die so manchem angesichts der großen Veränderungen in unserem Bistum, aber auch darüber hinaus in unserer Kirche, mal schnell über die Lippen kommt. Verständlich, zeigt doch die jüngst veröffentlichte Zahl der Kirchenaustritte auch ein klares Bild.

Und ja, hoffentlich geht unsere Kirche über den Jordan, nicht nur sprichwörtlich, sondern sinnbildlich. Denn so wie Josua und das Volk Israel einst mit der Bundeslade den Jordan durchquerten (Jos 3,1-17) um ins gelobte Land zu kommen, so müssen auch wir uns aufmachen, gedanklich mit unserer Kirche über den Jordan zu gehen. Dabei dürfen wir Gott, seine Gebote und seine Gegenwart nicht aus den Augen verlieren, denn ins gelobte Land zu gehen bedeutet auf dem Weg zu sein zu einer größeren Nähe zu Gott. „So werdet ihr wissen, welchen Weg ihr gehen sollt; denn ihr seid den Weg ja früher noch nie gegangen“ (Jos 3,4b). Um diesen neuen und sicherlich auch nicht ganz einfachen Weg zu gehen, braucht es einiges an Mut. Aber es lohnt sich! Mit dem Vertrauen auf Gott werden wir unsere Kirche über den Jordan gehen lassen.

„Habe ich dir nicht befohlen: Sei mutig und stark? Fürchte dich also nicht und hab keine Angst; denn der Herr, dein Gott, ist mit dir bei allem, was du unternimmst“ (Jos 1,9).

Es grüßt Sie das Redaktionsteam

Sei mutig und stark!
Jos 1,6a

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Liebe Schwestern und Brüder im Dekanat Kirchen,

die vorliegende, zweite Ausgabe der InselPost präsentiert sich Ihnen bereits in einem neuen Gewand. Die wichtigste Neuerung zeigt sich darin, dass ab sofort ein neues Logo die Inselpost zieren wird. Dieses soll in seiner Einfachheit Symbol für unsere Region und unseren christlichen Glauben darstellen. Wir wollen ihnen zu Beginn daher die einzelnen Elemente kurz vorstellen, aus denen sich das neue Logo zusammensetzt.

Jeder, der an einem klaren Tag schon einmal den Blick hat schweifen lassen wird bestätigen können, dass die grünen Hügel sinnbildlich für die Region in der wir, zwischen Siegerland und Westerwald gelegen, leben. Zwischen ihnen zeigt sich die Sonne als immer sichtbares Zeichen Gottes in unserer Welt, der der Hintergrund all unseren Handelns ist. Der Hirtenstab als Zeichen für die Kirche Gottes, in der wir gemeinsam als Christen unterwegs sind, bildet zugleich mit den umgebenden Bergen das Christusmonogramm. Mit der Botschaft Christi im Herzen können wir als Kirche von Trier in die Ferne schauen und die vor uns liegenden Prozesse mit Zuversicht angehen.

Schaut man genau hin, ist auf dem Hirtenstab noch ein Punkt zu erkennen, wodurch die Anfangsbuchstaben der InselPost angedeutet werden.
Lassen Sie es uns gerne wissen, was Sie von dem neuen Logo halten und was Sie darin entdecken.

Es grüßt Sie das Redaktionsteam

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Liebe Schwestern und Brüder
im Dekanat Kirchen,

die Synode und ihre Umsetzung sind seit geraumer Zeit das beherrschende Thema in unserer Diözese Trier. Nach der Veröffentlichung des Strukturplanes wissen wir, dass es vorgesehen ist, unser bisheriges Dekanat, die sogenannte „Trierer Insel“, zu einer „Pfarrei der Zukunft“ zusammenzuschließen. Da es aber zukünftig nicht vor allem und zuerst um äußere Strukturen sondern vor allem um die pastorale Gestaltung innerhalb des neuen Rahmens gehen soll, liegt ein vielfältiger und arbeitsreicher Prozess vor uns, den es zu gestalten gilt. Man kann sich über Sinn und Unsinn manchen Vorhabens streiten, eines jedoch bleibt klar: Veränderungen muss und wird es geben. Daher macht es Sinn, den zukünftigen pastoralen Raum in den Blick zu nehmen und mit den ersten Schritten zu beginnen. Dies hat die Dekanatskonferenz in Angriff genommen und zu bestimmten Aufgabenfeldern verschiedene Arbeitsgruppen gebildet.

Die vordringlichste Perspektive bei allen Überlegungen wird sein müssen, wie das Glaubensleben, näherhin: die Verkündigung, caritatives Handeln, die Feier der Gottesdienste, die Sakramentenkatechese und -spendung sowie die Seelsorge, in Zukunft gestaltet werden können. Dazu wird es Bewegung und Kreativität brauchen. Vieles ist noch unklar oder vage; wir sind auf einem Weg.

Einen Beitrag zur Kommunikation auf diesem Weg zu leisten, ist die Aufgabe der „Inselpost“ (zunächst als Teil der Pfarrbriefe unseres Dekanates) in den nächsten Monaten und vielleicht auch darüber hinaus.

Es grüßt Sie das Redaktionsteam

Niklas Hirtz (Pastoralassistent)
Christoph Kipper (Pfarrer)
Jeffrey Merker (Gemeindereferent)