Damit Sie unsere Internetseite optimal nutzen können, setzen wir nur technisch notwendige Cookies (kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden). Wir sammeln keine Daten zur statistischen Auswertung. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Sondierung im Dekanat Kirchen

In der Zeit vom 05. bis 11. Mai wurde der Auftakt zu den Sondierungsgeprächen in den Gremien und Räten in den Pfarreien und Pfarreiengemeinschaften in je eigenen Videokonferenzen gesetzt.

Die Präsentationsfolien aus den Treffen finden Sie hier

Ein zusammenfassender Bericht folgt in Kürze.

Sondierungsphase

Die Sondierungsphase ist Teil der Veränderungen und der Neuorientierung, die die Synode angestoßen hat. Sie dient der lokalen (hier: auf einen Pastoralen Raum und die jeweiligen Pfarreien bezogenen) Planung der Synodenumsetzung.

Eine Konzeptskizze finden sie hier

Weitere Informationen zur Sondierungsphase von Seiten des Bistums finden sie hier

Fusionen von Pfarreien

Ein Schreiben zu den Rahmenbedinungen für die Fusionen der Pfarreien von Generalvikar Graf v. Plettenberg finden Sie hier

Weitere Informationen zu den Fusionen von Pfarreien im Bistum Trier finden Sie hier

Lesen Sie gerne auch den Gedanken "Fusion - ein Schreckgespenst?" am Ende dieser Seite.

"Synode ist nicht abgesagt ..."

Aktuelle Informationen aus der Steuerungsgruppe und von den Diözesanen Beauftragten zu den weiteren Schritten in der Sondierungsphase im Dekanat Kirchen finden Sie hier

Augustinus Jünemann. Stand April 2021

Pfr. Augustinus Jünemann und Thomas Düber zur Synodenumsetzung und Sondierungsphase

Synodenumsetzung – Sondierungsphase

Liebe Mitglieder der Pfarreiengemeinschaften unseres Dekanats,

die nächsten Schritte der Synodenumsetzung stehen in unserem Bistum an. Bischof Stephan lädt die Gremien und die Verantwortlichen in den Dekanaten und Pfarreien zu einer Sondierungsphase ein (https://www.bistum-trier.de/heraus-gerufen/sondierungsphase/). Sie ist Teil der Veränderung und Neuorientierung in unserem Bistum, die durch die Synode angestoßen wurde. In den kommenden vier Jahren sollen sich die Pfarreien auf der Ebene der heutigen Pfarreiengemeinschaften zu neuen Pfarreien zusammenschließen. Außerdem werden Pastorale Räume gebildet, die in ihrem Zuschnitt den ursprünglich geplanten „Pfarreien der Zukunft“ entsprechen. Sie sollen helfen, die Vision der Synode von einer diakonischen und missionarischen Kirche umzusetzen, indem sie die Pfarreien unterstützen und für verbindliche Entwicklung sorgen.

Um zu ergründen, was es vor Ort für die geplanten Neugründungen von Pfarreien braucht, hat Bischof Stephan uns, Thomas Düber, Rendant aus Betzdorf/Koblenz, und Augustinus Jünemann, Pfarrverwalter der Pfarreiengemeinschaften Niederfischbach-Mudersbach und Heller- und Daadetal, als diözesane Sondierungsbeauftragte in unseren zukünftigen Pastoralen Raum Betzdorf gesandt. Zusammen mit der Steuerungsgruppe aus unserem Dekanat Kirchen soll die spezifische Situation der Orte, der unterschiedlichen Gruppen sowie Gremien sondiert werden. Wir als diözesane Beauftragte tragen die Ergebnisse zusammen und ergänzen sie mit einem Blick von außen. Als Team planen und leiten wir gemeinsam die Sondierungsphase individuell für die jeweiligen lokalen Bedürfnisse.

Sondieren bedeutet für uns, dass wir als Team die Situation vor Ort detailliert betrachten. Dazu zählt beispielsweise, wie sich die personelle Situation gestaltet. Gibt es Vakanzen im haupt- und ehrenamtlichen Bereich, beispielsweise in den Gremien? Wie sieht der wirtschaftliche Rahmen Ihrer Gemeinde, auch für die Zukunft, aus? Und natürlich fragen wir nach, wie die Bereitschaft zum Zusammenschluss mit anderen Kirchengemeinden ist.

Dafür hören wir die Menschen aus den ehrenamtlichen Räten, Gremien und Verbänden. Auch die Einschätzungen von Frauen und Männern, die bei Ihnen in der Seelsorge oder im kirchlichen Verwaltungsbereich arbeiten, sind für uns wichtig, um gemeinsam den Sondierungsprozess zu gestalten. Darüber hinaus sind wir Gesprächen mit anderen Personen und Verantwortungsträgern gegenüber offen.

Die Sondierungsphase läuft bis zum 30. Juni 2021. Für Sie als Gemeinde entsteht ein Überblick über Entwicklungsschritte, die für Fusionen und zur Gründung des Pastoralen Raumes notwendig sind. Wir als Sondierungsbeauftragte geben der Bistumsleitung eine Übersicht über den jeweiligen zeitlichen Rahmen, der dem örtlichen Fusionsprozess eingeräumt werden muss und welchen Klärungs- und Begleitungsbedarf es auf dem Weg noch gibt.

Als erstes steht nun ein Treffen mit den Pfarreienräten und den Verbandsvertretungen auf unserem Terminplan. Gerne können Sie sich schon jetzt mit Fragen und Anregungen an uns wenden. Die Kontaktdaten finden Sie unten. Weitere Infos gibt es auch auf der Seite www.herausgerufen.bistum-trier.de.

Wir freuen uns darauf, Sie und Ihre Pfarreiengemeinschaften kennenzulernen und mit Ihnen den spannenden Weg zu einem zukunftsfähigen kirchlichen Leben vor Ort mitzugehen. Sie erreichen uns unter: Pfarramt Niederfischbach: 02734 61135 oder per Mail:  augustinus.juenemann(at)bistum-trier.de

Viele Grüße von

Thomas Düber und Pfr. Augustinus Jünemann

  • Unser Weg zum pastoralen Raum

    Im Bistum Trier bezeichnen wir diesen nun seit Januar 2021 laufenden Prozess in der Synodenumsetzung als „Sondierungsphase“ – so möchte ich es für unseren Weg im Dekanat Kirchen deuten.

    Unser Weg zum pastoralen Raum im Dekanat Kirchen erfordert nun mehr wieder neue Antworten und Methoden, die zu den Herausforderungen der Zeit passen. Nicht durch Abwarten, nur durch Tun ist dieser Weg zu gehen. Nicht durch das konservieren des Istzustandes, nicht durch bloßes Nachmachen was von „oben“ gesagt. Ziel unseres Weges sollte sein, eine sich stets neu zum Besseren wandelnde Welt. Ein Raum der Übung könnte hierbei der zu errichtende „Pastorale Raum“ und der Weg dorthin sein. Schon hier und jetzt, ein wenig vom Reich Gottes spürbar machen.

    Für einen allein kann dies leicht überfordernd wirken. Also machen wir es doch zusammen!

    Ausgerüstet mit der Einsicht, dass das vereinzelt getane Gute selten zu etwas Großem führt und meist nicht von Dauer ist, wachsen die Chancen, wenn wir uns vereinen und uns auf ein gemeinsames Ziel hin ordnen - vernetzen zu einem Geflecht aus Gleichgesinnten und sich ergänzenden Menschen. Ein so verstandenes Miteinander braucht die Verständigung: Was ist gut, was schlecht, welche Schritte braucht es zur Verwirklichung und was ist denn das gemeinsame Ziel?

    Die gemeinsame Suche nach Wegen macht das Gehen nicht einfacher. Doch anders wird es nicht funktionieren. Der Glaube, dass sich Gutes, getan von vielen einzelnen Menschen, durchsetzen wird, kann uns Stütze sein, Halt und Orientierung bieten. Dieses Vertrauen und diese Hoffnung kann uns Vorbild sein, damit uns nicht die Puste ausgeht und wir auf der Strecke bleiben.

     

    Christian Ferdinand – Pastoralreferent                                                                                                -CF-

    inspiriert und zitiert (kursiv kenntlich gemacht) aus den Gedanken von Jörg A. Gattwinkel SAC in: Impuls und #PRAYATHOME zum Pallottifest am 3. Sonntag im Jahreskreis. Vallendar 2021.

    Quelle:

    https://www.haus-wasserburg.de/aktuelles/impulse/impuls-und-prayathome-zum-3.-sonntag-im-jahreskreis.html

  • Pastoraler Raum - eine Utopie?

     

    „Utopia, das ist kein Ort, das ist vielmehr ein dynamischer Prozess. Das ist, wenn sich immer neue Möglichkeiten auffächern.“

    Shuki Levinger, Sozialarbeiter im Kibbuz Kishorit

    Quelle: Kinet, Ruth: Vom Segen im Verborgenen, Seite 180. In: Engelhardt, Marc (Hg.): Völlig utopisch. 17 Beispiele einer besseren Welt. Münschen, 2014. Seite 169-184.

  • Fusion - ein Schreckgespenst?

    Gleich vorab: Gespenster gibt es nicht.

    Im Völkerrecht wird der Begriff Fusion wie folgt definiert: "Eine Fusion (auch Verschmelzung oder Zusammenschluss) ist der Zusammenschluss von Staaten, die dabei ihre bisherige Staatlichkeit aufgeben. Sie erfolgt grundsätzlich zwischen gleichberechtigten Partnern, die gemeinsam einen neuen Staat bilden". (Quelle: Wikipedia)

    Und in der Wirtschaft wird Fusion wie folgt definiert: "Unter Fusion wird die Unternehmensverbindung von mindestens zwei bisher rechtlich selbständigen Unternehmen zu einer wirtschaftlichen und rechtlichen Einheit verstanden, wobei mindestens eines der Unternehmen auf das andere übergeht und dabei seine rechtliche Eigenständigkeit verliert". (Quelle: Wikipedia)

    Ich glaube, im Vorhaben unseres Bistums sind beide Definitionen zu bedenken. Und es stimmt - insbesondere die nüchterne Wirtschaftsdefinition kann Angst und Bange machen.

    Und doch ... geben wir dem Völkerrecht mehr Gewicht als der Wirtschaft. Und in beiden Fällen: Der Übergang einer Fusion zielt auf das Neue. Mit der Fusion gewinnen alle Akteure eine neue Eigenständigkeit. Es entsteht ein neues Unternehmen - eine neue Pfarrei. Nicht der Verlust der Eigenständigkeit, sondern der Gewinn einer neuen gemeinsamen Unternehmung ist das Ziel. Dies können wir aktiv gemeinsam (mit-) gestalten.

    >> Ein Wanderer [in unserem Fall mindestens zwei] zu neuen Gebieten, zu unbekannten und unerforschten, er dringt vor auf neuen Wegen, unbekannten und unerforschten, nicht geführt durch das, was er zuvor wusste, sondern in Zweifeln und auf die Aussage anderer hin; und sicherlich, er könnte nicht zu neuen Ländern gelangen und mehr als zuvor erfahren, wenn er nicht durch neue, nie erforschte Wege zöge, das Bekannte hinter sich lassend. <<

    (Johannes vom Kreuz, in: wandeln. Mein Fasten-Wegweiser 2021. Andere Zeiten e.V. Hamburg 2021, Seite 15)

    -CF-